„Als die Zahlen in die Brüche gingen“
Unterstufentheater am SGF
Über Inhalt und Entstehung des Stücks
„Als die Zahlen in die Brüche gingen“ entführt uns in eine Welt, in der die Zahlen lebendig sind. Sie lachen, weinen, spielen und tanzen. Doch vor allem machen sie eines: Sie lösen Gleichungen – und das stets unter der Anleitung des liebenswürdigen Professor Huber.
Doch eines Tages erschüttert ein unerwartetes Ereignis die heile Welt in der Gleichungsfabrik. Gemeinsam begeben sich die Zahlen auf eine Abenteuerreise und machen dabei eine folgenreiche Entdeckung: Sie sind nicht allein auf dieser Welt…
Die Idee und Grundlage des Stücks entstand im Rahmen der P-Seminare Mathematik und Deutsch 2019-2021. Unter der Leitung von Stefanie Hammerl und Elisabeth Kiefer schrieben die Schülerinnen und Schüler sowohl das Theaterstück „Als das Zahlensystem in die Brüche ging“ als auch einen Kurzfilm zur Entstehung des Zahlensystems. Leider konnten beide Produkte aufgrund der Corona-Pandemie nie der Öffentlichkeit präsentiert werden. 2025 griff die neu gegründete Junge Theatergruppe den Stoff auf und adaptierte den Ausgangstext. Oberstes Ziel der 30 Kinder der Theatergruppe war es einerseits, eigene Ideen einfließen zu lassen, dabei jedoch den Geist der Vorlage zu erhalten. So entstand das Stück „Als die Zahlen in die Brüche gingen“.
Theaterkritik
Mit ihrer jüngsten Produktion hat das Unterstufentheater eindrucksvoll bewiesen, dass anspruchsvolle Themen und beste Unterhaltung kein Widerspruch sein müssen. Ein klug gewählter Stoff, 31 hochmotivierte Schauspielerinnen und Schauspieler sowie eine ideenreiche Inszenierung sorgten für einen Theaterabend, der das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute fesselte.
Besonders bemerkenswert: Für den Leiter des Ensembles, StR Malte Decker, war die Aufführung gleich in zweifacher Hinsicht eine Premiere. Er inszenierte nicht nur ein neues Stück, sondern stand erstmals an unserer Schule als Regisseur einer Theaterproduktion in der Verantwortung. Das Debüt darf ohne Übertreibung als rundum gelungen bezeichnet werden.
Mit sichtbarer Spielfreude, sicherem Gespür für Timing und einer beeindruckenden Ensembleleistung brachten die jungen Darstellerinnen und Darsteller ihre Rollen auf die Bühne. Originelle Regieideen und überraschende szenische Einfälle verliehen der Inszenierung immer wieder besondere Akzente, während pointierter Humor und ein hohes Erzähltempo dafür sorgten, dass keine Minute Langeweile aufkam. Gleichzeitig gelang es dem Stück, selbst Zuschauerinnen und Zuschauer ohne mathematische Vorkenntnisse für sein Thema zu gewinnen – unterhaltsam, verständlich und mit augenzwinkerndem Charme.
Der lang anhaltende Applaus am Ende des Abends war der verdiente Lohn für eine Aufführung, die sowohl durch ihre Qualität als auch durch ihren Esprit überzeugte. Dieses gelungene Debüt macht Lust auf mehr – die nächste Premiere des Jungen Theaters darf mit Spannung erwartet werden.






Text: Malte Decker – Fotos: Lilli Hammerl und Alina Winkler (AK Schnappschuss)