Gold für den Klimaschutz
Gymnasium Friedberg als Klimaschule ausgezeichnet

Von der Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks über mehr als 60 Projekte an einem Klimaschutztag bis hin zu energiesparender Beleuchtung: Das Gymnasium Friedberg setzt sich auf vielfältige Weise für Nachhaltigkeit ein. Dafür wurde die Schule nun mit der höchsten Auszeichnungsstufe „Klimaschule Gold“ geehrt. 

Das Gymnasium Friedberg darf sich über eine besondere Auszeichnung freuen: Für sein vielfältiges und nachhaltiges Engagement im Bereich Klimaschutz wurde ihm die höchste Auszeichnungsstufe des bayerischen Klimaschulprogramms, „Klimaschule Gold“, verliehen. Bei einem Festakt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus am Mittwoch, den 14. Oktober 2026 nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Schulgemeinschaft die Auszeichnung entgegen. Bayernweit erhielten lediglich 16 Schulen diese besondere Ehrung. Damit würdigt der Freistaat Bayern nicht nur einzelne Projekte, sondern vor allem das langfristige Engagement des Gymnasiums, Klimaschutz fest im Schulalltag zu verankern und gemeinsam konkrete Veränderungen anzustoßen.

Im vergangenen Jahr stellte sich das Gymnasium mit zahlreichen Projekten dem Bewerbungsverfahren. Ein wichtiger Baustein war die Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks der Schule. Ein P-Seminar Physik untersuchte, in welchen Bereichen Treibhausgasemissionen entstehen und wo Möglichkeiten zur Verbesserung bestehen. Die Ergebnisse boten eine Grundlage, um den eigenen Schulbetrieb kritisch zu betrachten und weitere Maßnahmen für mehr Klimaschutz anzustoßen.

Auch in der Pausenhalle wurde das Thema für die gesamte Schulfamilie sichtbar: Eine Ausstellung informierte über Klimaschutz und regte dazu an, das eigene Verhalten und alltägliche Gewohnheiten zu hinterfragen. Ergänzt wurden diese Aktivitäten durch einen Vortrag von Professor Settele zum Artenschutz, der die Bedeutung des Erhalts der biologischen Vielfalt verdeutlichte.

Ein besonderes Highlight war der große Projekttag, an dem den Schülerinnen und Schülern mehr als 60 verschiedene Projekte angeboten wurden. Dabei stand das praktische Erleben im Mittelpunkt. Die Jugendlichen konnten beispielsweise Gegenstände upcyceln, Müll sammeln, das Recyclinglabor Augsburg besuchen, an Fahrradreparaturkursen teilnehmen oder Naturkosmetik selbst herstellen. So wurde Klimaschutz nicht nur theoretisch vermittelt, sondern unmittelbar erfahrbar gemacht. Möglich wurde dieses breite Angebot auch durch die Unterstützung zahlreicher außerschulischer Partner.

Dass Klimaschutz am Gymnasium Friedberg auch über einzelne Aktionstage hinausgeht, belegt das Projekt „SGF saves energy“. Dabei wurde die Beleuchtung der Schule untersucht und nach Möglichkeiten gesucht, Energie einzusparen. Die erarbeiteten Verbesserungsvorschläge wurden dem Landratsamt übermittelt. Ein konkretes Ergebnis ist inzwischen bereits sichtbar: Auch in der Turnhalle wurden die bisherigen Leuchtmittel durch energiesparendere LED-Röhren ersetzt. Damit zeigt das Projekt, wie aus einer Analyse praktische Veränderungen entstehen können, die langfristig Energie sparen.

Die Bewerbung wurde von den Lehrkräften Frau Bobinger, Frau Hammerl und Herr Spießl begleitet und vorangetrieben. Sie konnten dabei auf zahlreiche weitere Aktivitäten aufbauen, die an der Schule bereits seit Jahren durchgeführt werden. Die Auszeichnung in Gold ist deshalb nicht allein Anerkennung für die Projekte des vergangenen Jahres, sondern ebenso für das kontinuierliche Engagement vieler Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie externer Unterstützer.

Mit der Auszeichnung als Klimaschule Gold erhält das Gymnasium Friedberg eine besondere Bestätigung seines Weges. Zugleich ist sie Ansporn, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen: Klimaschutz soll am Gymnasium nicht nur Unterrichtsthema sein, sondern im Schulalltag gelebt werden – durch Wissen, gemeinsames Handeln und konkrete Veränderungen vor Ort.

Foto: STMUK/Bert Willer

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