Heiße Rhythmen im kalten Winter
Big Band heizt knapp 400 Besuchern ein
Wenn Ende Januar bei uns Kälte, Nässe und die Farbe Grau dominieren, wächst die Sehnsucht nach dem Sommer. Knapp 400 Besucherinnen und Besucher konnten am vergangenen Donnerstag den Winter zumindest für einen Abend ausblenden, als die Big Band des Gymnasiums Friedberg ihnen mit sattem Bläser-Sound und mitreißenden Rhythmen einheizte.
Mit „Crazy Train“ von Rock-Legende Ozzy Osbourne eröffneten die 31 hochmotivierten Musikerinnen und Musiker den Abend und ließen die Turnhalle des Gymnasiums beben. Mit Klassikern wie „Funkytown“, „Birdland“ und „Watermelon Man“ sorgte die Band unter der Leitung von Maria Spicker mit groovigen Songs für eine ausgelassene Stimmung.
Nicht einmal den Jüngsten der Schulfamilie schienen die anspruchsvollen Arrangements zu schwer zu sein! Das Besondere an der Big Band des Gymnasiums ist, dass sie alle Altersgruppen vereint: Bereits Fünftklässler spielen mit und können zusammen mit Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufen bis zur Oberstufe, aber auch einigen Lehrkräften erleben, dass Schule mehr ist als Unterricht und Lernen. Dieser Team-Geist wurde im perfekten Zusammenspiel voller Bläserpassagen und raffinierter Improvisationen hörbar. Zehntklässler Lorenz Heißerer löste mit einem fünfminütigen Schlagzeug-Solo im Stück „Sing, Sing, Sing” von Benny Goodman Begeisterungsstürme unter den anwesenden Mitschülern, Eltern und Lehrkräften aus. Die lateinamerikanischen Rhythmen des „Libertango“ und des Sambas „Mas que nada“ ließen das Publikum schließlich tatsächlich den kalten Januar vergessen und von südamerikanischer Lebensfreude träumen.
Wie professionell sich die Schüler des Gymnasiums präsentieren, zeigte sich nicht zuletzt auch in der Moderation der beiden Oberstufenschüler Johanna Schlichter und Peter Holzmüller, welche mit viel Charme humorvoll durch den Abend führten. Auch für die professionell ausgearbeitete Lichtshow und den gekonnt ausgesteuerten Sound waren Schülerinnen und Schüler verantwortlich.
Leider gehören zum deutschen Winter auch die aktuellen Krankheitsfälle. So musste die Big Band auf den kurzfristigen Ausfall ihrer Gastsängerin reagieren. So überraschte und beeindruckte Dirigentin Maria Spicker, die auch den Unterstufenchor der Schule leitet, mit ihrem spontanen Einsatz und ihrem Gesang das Publikum mit „Mercy“ und „Halleluja, I love her so“.
Mit zwei lautstark eingeforderten Zugaben und einer Choreographie der Band zu „YMCA“ verabschiedeten sich die jungen Künstler von ihren begeisterten Zuhörern.
Wer das Konzert aufgrund der aktuellen Krankheitswelle verpasst hat, muss nicht lange auf den nächsten Auftritt der Big Band warten! Dieser wird bereits am 20. März stattfinden, wenn das Gymnasium Friedberg die zukünftigen Fünftklässler und ihre Eltern am „Abend des offenen Schulhauses“ begrüßt und auch dort zeigt, was diese Schule alles zu bieten hat.



