220 Viertklässler beim ADOS 2026
Im Physiksaal wird gerade eine Essiggurke gegrillt, während ein Stockwerk tiefer die Schulsanitäter einen Defibrillator vorführen. Geht man die Treppe hinunter bis ins Erdgeschoss, begegnet man Zauberlehrlingen oder römischen Göttinnen, die auf das Urteil des Paris warten. An keinem anderen Abend im Schuljahr geht es am SGF so bunt und lebhaft zu wie am ADOS, dem Abend des Offenen Schulhauses.
Etwa 221 Viertklässlerinnen und Viertklässler haben sich dafür am 19.03.26 mit ihren Eltern in der Sporthalle eingefunden, als Schulleiterin Ute Multrus die Veranstaltung gegen 18.00 Uhr eröffnet. Während sich die Erwachsenen in einer etwa 90-minütigen Veranstaltung mit Beiträgen von Schulleitung, SMV, Technikteam, Elternbeirat, Verein der Freunde und Netzwerkgruppe über Schulprofil, Angebote und Organisation informieren, ziehen die Kinder in kleinen Gruppen durch das Schulhaus. Begleitet von Tutorinnen und Tutoren erleben sie Unterricht ganz konkret als Mitmachprogramm.
Vor allem in den Sprachen haben sich die Klassen mit ihren Lehrkräften eindrucksvolle und unterhaltsame Beiträge überlegt: Während in Englisch Sherlock Holmes ermittelt, bringen die Zauberlehrlinge im Deutschraum beinahe das Klassenzimmer zum Überlaufen, und im Französischunterricht werden die Zahlen bis 20 kurzerhand getanzt.
Zum Mitmachen lädt die Fachschaft Geografie ein: „Wo ist nochmal Neuseeland?“, heißt es dort, als ein Viertklässler auf einer Weltkarte, die den gesamten Klassenzimmerboden bedeckt, sein Wissen unter Beweis stellt. Noch aktiver wird es im Sportbereich: Hier duellieren sich gerade Frau Schimanski und Herr Sprich beim Hockey, während weiter hinten einige Schülerinnen und Schüler Four-Square spielen.
Sehr beliebt sind auch die naturwissenschaftlichen Räume: So basteln die Gäste in Mathematik an geometrischen Figuren, gestalten in Chemie farbenprächtige Runge-Bilder oder zerlegen Farben mithilfe von Filterpapier. In Natur und Technik wird mit Blaukrautsaft experimentiert, während in Informatik selbst programmierte Spiele getestet werden dürfen.
Betreut werden all diese Räume, die zum Entdecken und Mitmachen einladen, nicht nur von engagierten Lehrkräften, sondern auch von zahlreichen freiwilligen Schülerinnen und Schülern, die den „Neuen“ ihre Schule auf diese Weise besonders nahbar machen. Für das leibliche Wohl sorgt neben der Cafeteria auch die Oberstufe mit ihrer Bar Giaveno, die so gleichzeitig einen Teil ihres Abiballs finanziert.
Am Ende gehen viele der jungen Gäste begleitet von Bigband-Klängen mit Linoldrucken oder Luftballons, vor allem aber gut gelaunt und mit neuen Eindrücken nach Hause. Schulleiterin Ute Multrus zeigt sich nach anfänglicher Nervosität sehr zufrieden mit dem diesjährigen ADOS – und hat für ihren persönlichen Ausstand am Ende des Schuljahres noch ein klares Ziel: „Die Tausendermarke möchte ich gerne noch knacken, aber das schaffen wir!“ Mit diesem optimistischen Ausblick bedankt sie sich herzlich bei allen Mitwirkenden für einen rundum gelungenen Abend.
StRin J. Beurer











